ETF-Sparplan Experte Stefan Lehne

Stefan Lehne

Für einen ETF-Sparplan empfehle ich dir ein Depot bei einem Online-Broker.
Viele ETF-Broker haben Aktionen, bei denen du ETFs im Rahmen eines Sparplans kostenlos ordern kannst.
Wenn du hierbei geschickt vorgehst, kannst du im Lauf der Zeit viel Geld sparen.

Welches ist der beste ETF-Broker für deinen Sparplan?

ETF-Broker Sparplan Depot

Damit du ETFs kaufen kannst, brauchst du ein Aktiendepot.
In diesem Depot werden deine ETF-Anteile verwahrt.

Ein solches Depot bekommst du bei jeder Bank.
Wenn du noch eine klassische Hausbank für dein Girokonto hast, könntest du auch dort dein Depot einrichten.
Allerdings empfehle ich das nicht, denn die klassischen Banken haben oft zu hohe Gebühren für ETF-Sparpläne und Depots.

Bei den Gebühren darfst du ruhig knickrig sein

Achte immer genau auf die Kosten eines ETF-Sparplans.
Denk immer daran, wie sprechen hier von Sparplänen, in die du über einen sehr langen Zeitraum jeden Monat einzahlst.
Da summiert sich jedes Prozent, das du an zusätzlichen Gebühren zahlst, zu größeren Beträgen auf!

Meine Empfehlung ist deswegen: Eröffne dir ein ETF-Depot bei einem Onlinebroker.
Diese führen dein Depot und das zugehörige Verrechnungskonto für deine Käufe und Verkäufe normalerweise immer gratis.
Du zahlst also keine monatlichen oder jährlichen Gebühren nur dafür, dass du dort ein Konto hast oder ETFs in deinem Depot liegen.
Und das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen Hausbanken, die auch eine Depotgebühr auf deinen Bestand berechnen!
Besonders am Ende der Sparzeit, wenn du schon schön etwas angespart hast, steigen diese Gebühren dann immer weiter.

Achte auf Aktionen bei ETF-Brokern!

So gut wie jeder Onlinebroker bietet Aktionen an, bei denen du ETFs im Rahmen eines Sparplans gratis ordern kannst.
Wenn du solche Aktionen findest, nutze Sie!
Denn wie gesagt, mit jedem Euro den du monatlich an Gebühren sparst, gewinnst du langfristig viel Geld.

Achte darauf, ob die Aktionen zeitlich befristet sind oder nicht und checke einmal jährlich, ob die von dir ausgesuchte Aktion noch gültig ist.

Wenn aus der Website eines ETF-Brokers nicht klar hervorgeht, ob der von dir ausgesuchte ETF im Rahmen einer Aktion kostenlos handelbar ist, dann wende dich vor der Depoteröffnung an den Kundenservice des Brokers.

Henne oder Ei? ETF-Broker oder ETF-Auswahl zuerst?

Hast du schon ein Online-Depot?
Dann prüfe als Erstes, ob der von dir ausgesuchte ETF oder ein vergleichbarer ETF dort kostenlos handelbar ist.
Wenn ja, gibt es keinen Grund, ein weiteres Depot zu eröffnen.

Wenn du noch kein Depot hast, stellt sich die Frage, was du zuerst aussuchen solltest: den ETF-Broker oder den ETF?
Das ist ein bisschen wie die Frage nach der Henne und dem Ei.

Natürlich kannst du dir zuerst überlegen, in welche ETFs du investieren möchtest und dann nach einem Broker suchen, der diese kostenlos zum Handel anbietet.
Oder du entscheidest dich für einen Broker und schaust dann, welche ETFs dort kostenlos handelbar sind.
Für die von mir empfohlen ETFs auf die gängigen Aktienindizes wirst du bei fast jedem Broker eine kostenlose Option finden.

Meine Empfehlung: Wenn du eine möglichst breite Auswahl an ETFs für deinen Sparplan möchtest, nimm den Broker mit den meisten kostenlosen Sparplan-ETFs nehmen: Das ist derzeit die flatex mit über 350 kostenlosen ETFs.
Dort habe übrigens auch ich mein Depot und meinen ETF-Sparplan.

Du findest für deinen Wunsch-ETF keine kostenlose Aktion?
Dann sind folgende Punkte für dich wichtig:

Prozentuale Abrechnung

Die meisten ETF-Broker berechnen dir für die Abwicklung der Order eine prozentuale Gebühr, wenn du keinen Aktions-ETF kaufst.
Für Sparpläne beträgt sie bei den gängigen Brokern meistens zwischen 1,25% und 2,5% pro Sparrate.

Ich empfehle dir, Broker zu meiden, bei denen die Gebühr über 1,75% liegt.
Denk dran: Wenn du 100 Euro investierst und dein Broker zieht dir 2,5% Provision ab, fehlen dir jeden Monat 2,50 Euro.
Das sind im Jahr 30 Euro und in 20 Jahren 600 Euro.
Wenn du noch die Wertsteigerungen über einen so langen Zeitraum dazurechnest, könnten dir schon bei einer Sparrate von 100 Euro nach 20 Jahren um die 1.000 Euro allein durch Ordergebühren durch die Lappen gehen!

Der Broker mit der geringsten prozentualen Gebühr für ETF-Sparraten ist derzeit die Deutsche Bank-Tochter maxblue mit 1,25% je Ausführung.

Pauschale Abrechnung

Einige ETF-Broker rechnen auch pauschal ab, zum Beispiel 1 Euro pro Ausführung des Sparplans.
Ob das günstiger oder teurer als die prozentuale Abrechnung ist, hängt von deiner Sparrate ab.
Wenn du 25 Euro monatlich investierst, ist 1 Euro Abzug definitiv zu viel.
Investierst du dagegen 500 Euro monatlich, ist es absolut im Rahmen.

Denk auch daran, dass diese Gebühr pro ETF-Rate fällig wird.
Wenn du einen Betrag von 200 Euro auf 4 ETFs splittest, fällt die Gebühr 4-fach an.

Der Broker mit der günstigsten pauschalen Gebühr ist derzeit die Postbank mit 0,90 Euro je Ausführung.

Allerdings hat sie ein recht enges Angebot an Sparplan-ETFs:
Nur etwa 100 ETFs sind für Sparpläne verfügbar, und nur 8 ETF-Sparpläne gibt es dort derzeit kostenlos.

Mindestanlagebetrag

Wenn du mit kleinen Beträgen anfangen möchtest, ist auch noch der Mindestanlagebetrag für dich wichtig.
Bei den meisten Brokern beträgt er 50 Euro je Sparrate.
Du kannst dann also 50 Euro monatlich in einen ETF investieren oder 100 Euro monatlich auf 2 ETFs splitten.

Viele Anleger wollen aber auch kleiner anfangen.
Vielleicht hast du gerade nicht mehr übrig oder willst eine Sparrate von 100 Euro auf mehr als 2 ETFs splitten.
Oft findet man solche kleinen Beträge auch, wenn die Großeltern einen kleinen Sparplan für ihren Enkel einrichten möchten (ein besseres Geschenk kannst du einem Neugeborenen nicht machen!).

Aktuell gibt es 3 Broker, bei denen du schon ab 25 Euro monatlich sparen kannst: Die Comdirect, die Consorsbank und die Postbank.

Fazit: Was du bei der ETF-Brokerwahl beachten solltest

Wenn ich mit einem ETF-Sparplan neu starten müsste und noch kein Depot hätte, würde ich wie folgt vorgehen:

Prüfe als erstes, ob die Bank, bei der du dein Girokonto führst, auch ein kostenloses Online-Depot ohne jährliche Depotgebühren und mit günstigen Ordergebühren oder kostenlosen Orders für deinen Wunsch-ETF anbietet.
Das wird wahrscheinlich dann  der Fall sein, wenn du dein Girokonto bei einer Onlinebank hast.
Wenn ja, kannst du dein ETF-Depot dort eröffnen.

Andernfalls prüfe bei allen Onlinebrokern, ob einer von ihnen deine Wunsch-ETFs im Rahmen eines Sparplans zum kostenlosen Handel anbietet.
Falls nicht, prüfe, ob vergleichbare ETFs anderer Fondsgesellschaften in Frage kommen.
Wenn du dich für einen gängigen Aktienindex entscheidest, gibt es fast immer Alternativen.

Wenn du eine Aktion mit kostenlosen Ordergebühren gefunden hast, denke auch daran, dass Aktionen bei ETF-Brokern auslaufen können.
Prüfe also von Zeit zu Zeit, ob die von dir gewählte Aktion bei deinem ETF-Broker noch gültig ist.
Wähle am besten von Anfang an einen Broker aus, der auch ohne Aktion sehr günstige Gebühren verlangen würde.
Dann erlebst du keine allzu böse Überraschung, wenn du es verpasst, dass deine Aktion vielleicht ausgelaufen ist.

Und welches ist jetzt DER beste ETF-Broker?

Beim Lesen des Textes ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass es DEN besten ETF-Broker nicht gibt.
Wie immer hängt es von dir persönlich ab.

Ich selbst habe meinen ETF-Sparplan bei der flatex eingerichtet.
Mir gefällt dort die breite Auswahl für den kostenlosen Handel von Aktions-ETFs.
Deshalb ist dieser Broker auch meine Empfehlung für dich, wenn du noch kein Depot bei einem Onlinebroker hast.

Neben den im Text schon erwähnten Brokern gibt es noch einige weitere.
Da es im Internet schon zahlreiche Vergleiche von Onlinebrokern gibt, möchte ich hier auf eine komplette Aufstellung verzichten.
Wirf dazu zum Beispiel einen Blick auf den Vergleich von justETF.

Du willst tiefer einsteigen? Dann komm auf mein ETF-Seminar

Die Ausführungen auf dieser Seite sind nur eine kurze Einführung.
Letztendlich ist es gar nicht so schwer, sich für einen ETF-Broker zu entscheiden.
Trotzdem weiß ich, dass gerade unerfahrene Anleger sich scheuen, das Thema ETF-Sparplan anzupacken, ohne etwas tiefer in die Thematik einzusteigen.

Genau dafür gibt es mein ETF-Seminar.
An einem Tag bringe ich dir persönlich alles bei, was du zum Thema ETFs wissen musst.
Am Ende des Seminars stellst du deinen persönlichen ETF-Sparplan mit den für dich besten ETFs zusammen.
Auf Wunsch richtest du ihn sogar noch während des Seminars bei deinem Broker ein.

Arbeitest du lieber in Ruhe von zu Hause aus, gibt es auch eine Onlineversion.

Hier erfährst du alles über mein ETF-Seminar

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