ETF-Sparplan Experte Stefan Lehne

Stefan Lehne

Die Auswahl der richtigen ETFs für deinen ETF-Sparplan besteht aus 2 einfachen Schritten:
Erstens: Du musst dich entscheiden, in welche Strategie oder welchen Index du investieren möchtest.
Zweitens: Du musst dich entscheiden, bei welcher ETF-Fondsgesellschaft sich das am besten umsetzen lässt.
Jetzt erfährst du, was du dabei beachten musst!

Welches ist der beste Index für deinen ETF?

Beste-ETF-auswählen

Oft werde ich gefragt: Welches ist der beste ETF?

Natürlich kann man diese Frage nicht pauschal beantworten.
Für dich ist genau die Kombination aus ETFs am besten, die am besten zu dir, deinem Anlageverhalten und deiner Risikoneigung passt.
Keine Sorge – dahinter steckt keine Hexerei.
Ich bin der Meinung, dass jeder innerhalb eines Tages in der Lage ist, genau den ETF zu finden, der richtig für ihn ist.
Alles dazu lernst du auf meinem ETF-Seminar.

Ab einem gewissen Anlagebetrag ergibt es Sinn, nicht mehr nur einen ETF zu kaufen, sondern die Anlage auf 2 oder 3 ETFs zu streuen.
Dabei kannst du zum Beispiel einen konservativeren und einen dynamischeren ETF kombinieren.
So baust du dir deine persönliche ETF-Kombination wie ein Puzzle zusammen.

Breit gestreute Index-ETFs

Das ist wohl die beliebteste Klasse von ETFs: breit gestreute Index-ETFs.
Dabei investierst du in Hunderte von Unternehmen, die Teil eines Aktienindizes sind.
Ein solcher Index kann Länder, Branchen oder die ganze Welt abbilden.

Im Folgenden stelle ich dir einige Alternativen vor.
Bitte beachte dabei die folgenden Punkte:

1.) Wir sprechen hier nur von Aktien-ETFs, nicht von Renten, Rohstoffen, Gold etc. Das wäre wieder ein ganz anderes Thema.

2.) Alle Performanceangaben beziehen sich auf typische ETFs, die die genannten Indizes abbilden, Stand Ende November 2019.

3.) Es handelt sich hier um eine subjektive Auswahl und meine persönliche Meinung, nicht um die objektiv besten ETFs im Sinne von Performance der letzten Jahre.

Die besten ETFs weltweit

Der beliebteste Index für ETF-Sparpläne ist wohl der MSCI World Index.
Er enthält über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrienationen.
Der Schwerpunkt liegt auf den USA: etwa 60% des Index kommt von US-Unternehmen.
Entwicklungs- und Schwellenländer sind nicht enthalten.
Möchtest du diese dabei haben, kanst du dich für den MSCI All Country World Index entscheiden.
Er enthält über 2.800 Unternehmen aus 23 Industrieländern und 28 Schwellenländern.
Über die letzten 5 Jahre schnitt jedoch der MSCI World ohne Schwellenländer um etwa 5% besser ab: gut 65 % legte er zu, während die Variante mit Schwellenländern nur knapp 60% schaffte.

Die besten europäischen ETFs

Natürlich kannst du auch in Europa investieren.
Der wichtigste deutsche Index ist der DAX.
Er enthält die 30 größten deutschen Unternehmen an der Börse und ist damit nicht sehr breit gestreut.
Besser als der DAX entwickelt sich langfristig meistens der MDAX.
Er enthält die 60 Unternehmen, die auf die DAX-Unternehmen der Größe nach folgen.

Willst auch Europa abbilden, gibt es den EuroStoxx 50 mit den 50 größten Unternehmen aus dem Euro-Währungsraum.
Noch breiter ist der Stoxx Europe 600 mit den 600 größten Unternehmen aus 18 europäischen Ländern.
Da hier nicht nur der Euro-Währungsraum berücksichtigt ist, hat dieser mit 32% Gewichtung einen Schwerpunkt auf Großbritannien.

In den letzten Jahren hatte Europa so seine Schwierigkeiten, deswegen ist die 5-Jahres-Rendite typischer ETFs aus diesem Bereich deutlich geringer: DAX +31%, MDAX +58%, EuroStoxx 50 +34%, Stoxx Europe 600 +37%.
Wenn du aber glaubst, dass Europa sich in den nächsten Jahren wieder besser entwickelt, können diese ETFs eine gute Gelegenheit sein.
Gut ist auch, dass solche ETFs meistens in Euro geführt werden, so dass du kein zusätzliches Währungsrisiko hast.

Der beste Technologie-ETF

Ich persönlich bin ein Fan von Technologie-ETFs und finde, dass ein ETF auf den Nasdaq 100 in die meisten ETF-Portfolios zumindest als Beimischung gehört.
Die Technologie gibt in unserer Welt den Ton vor.
Digitalisierung, Robotik, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz – das sind die Bereiche, in denen in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren die Musik spielt.
Ich persönlich habe deshalb meinen eigenen ETF-Sparplan zu 100% auf den Nasdaq 100 eingerichtet – womit ich nicht sagen möchte, dass das für jeden das Richtige ist.

Der Nasdaq 100 bildet die 100 größten an der amerikanischen Technologie-Börse Nasdaq gelisteten Unternehmen ab.
Das sind naatürlich überwiegend amerikanische Unternehmen, vereinzelt auch Technologieunternehmen aus China, Europa, Israel, Argentinien und Kanada.
Ein Nasdaq 100-ETF machte in den letzten 5 Jahren +130%.

Der beste breit gestreute USA-ETF

Möchtest du breit gestreut in amerikanische Unternehmen investieren, bietet sich der S&P 500 an.
Er enthält die 500 größten börsengehandelten amerikanischen Unternehmen.
Der S&P 500 ist einer der wichtigsten Indizes der Welt, wenn nicht sogar der wichtigste.

In Sachen Performance stach der S&P 500 den MSCI World in den letzten 5 Jahren klar aus: über 90% Zuwachs schaffte ein typischer ETF auf diesen Index in diesem Zeitraum.

Der beste Schwellenländer-ETF

Schwellenländer-ETFs werden meiner Meinung nach überschätzt.
Viele “Experten” empfehlen dir, einen solchen ETF deinem Sparplan beizumischen.
Es ist die Vorstellung, dass diese Länder sehr schnell wachsen müssten, weil sie ja gerade an der Schwelle vom Entwicklungsland zur Industrienation stehen.
Teilst du diese Meinung, wäre der MSCI Emerging Markets der richtige Index für dich.
Er enthält 1.200 Aktien aus 26 Schwellenländern aus Südamerika, Ost- und Südeuropa, Afrika, den arabischen Staaten und Asien.
Auch China zählt noch als Schwellenland.

Ein typischer ETF auf den MSCI Emerging Markets machte allerdings in den letzten 5 Jahren nur +28%.
Wenn du bedenkst, wie dynamisch China in dieser Zeit gewachsen ist, keine tolle Leistung.
Denn immerhin macht China 32% der Indexgewichtung aus.

Spezial-ETFs

Darüber hinaus gibt es noch ETFs für sehr spezielle Thematiken.
Meistens werden diese zu Modethemen wie künstliche Intelligenz aufgelegt.
Ganz ehrlich: Ich bin kein Fan dieser ETFs.
Meistens sind diese sehr klein und haben etwas höhere Gebühren.
Und wer kann schon sagen, ob ein Modethema von heute in 10 oder 20 Jahren noch aktuell ist?
Ich glaube deshalb, dass du mit breit gestreuten ETFs auf die klassischen Aktienindizes besser fährst.
Besonders im Kommen sind derzeit auch nachhaltige ETFs.
In diese kannst du investieren, wenn du dein Geld nur in besonders nachhaltige Unternehmen stecken möchtest.

Der beste Dividenden-ETF

Eine weitere Strategie könnte es sein, in Aktien zu investieren, die besonders viele Dividenden ausschütten.
Will man auch hier einfach einen Standardindex abbilden, käme der Stoxx Global Select Dividend 100 in Frage.
Er umfasst die 100 größten Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite in Amerika, Europa und Asien.
Er brachte es in den letzten 5 Jahren allerdings nur auf etwa +40%.

Einer oder mehrere ETFs?

Für die meisten Anleger empfehle ich, ab einer gewissen Anlagesumme deinen ETF-Sparplan auf mindestens 2 ETFs zu splitten.
Damit kannst du das Risiko breiter streuen.

Eine typische Kombination wäre ein ETF auf einen klassischen Index als Basis wie z.B. MSCI World, S&P 500, DAX oder Euro Stoxx 50.
Dazu als Beimischung ein ETF aus einem etwas dynamischeren Gebiet.
Hier wirst du oft Schwellenländer als Empfehlung hören.
Ich persönlich empfehle aber den Technologiebreich mit dem NASDAQ 100.

Welche ETF-Fondsgesellschaft wählst du aus?

ETFs werden von vielen verschiedenen Fondsgesellschaften aufgelegt.
Die 3 größten Gesellschaften sind iShares, eine Tochter des Blackrock-Konzerns, Xtrackers der Deutschen Bank und  Lyor, eine Tochter der französischen Société Générale.
Es kann von Vorteil sein, sich für einen eher großen ETFs zu entscheiden, weil hier die größte Wahrscheinlichkeit besteht, dass dieser auch in 30 Jahren noch existiert und die Kosten etwas günstiger sein können.
Damit will ich aber nicht sagen, dass du dich auf die 3 hier genannten Gesellschaften beschränken musst.

Die Gebühren variieren außerdem noch aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen unterschiedlicher Abbildungsmethoden, der Möglichkeit, durch das Verleihen von Aktien Einnahmen zu erzielen etc.
Das würde im Rahmen dieser kurzen Einführung aber zu weit führen.

Die Gebühren werden fortlaufend in deinen ETF-Preis eingerechnet und machen sich deshalb im Kurs und letztendlich in deiner Rendite bemerkbar.
Die Schwankungen sind dabei allerdings meistens recht gering:
Aktuell beträgt die Differenz zwischen dem besten und dem schlechtesten DAX-ETF auf Jahressicht 0,22%.

Trotzdem ergibt es natürlich Sinn, hier nicht gerade den Schlechtesten zu nehmen.
Achte deshalb immer auch auf die Kosten eines ETF-Sparplans.

Achte auch darauf, welche ETFs dein Broker kostenlos anbietet

Auf eine weitere Sache solltest du aber bei der Wahl der Fondsgesellschaft unbedingt achten:
Viele ETF-Broker haben mit bestimmten ETF-Gesellschaften Sondervereibarungen, so dass du beim Kauf bestimmter ETFs überhaupt keine Gebühren zahlen musst.
Checke also auch, welche ETFs du über deinen Wunschbroker kostenlos handeln kannst.
Denn über einen Zeitraum von Jahrzehnten macht sich jedes Prozent, das du sparst, deutlich bemerkbar!

Zusammengefasst sind also 3 Faktoren relevant:

  1. ) Wähle nach Möglichkeit einen mittleren bis großen ETF
  2. ) Entscheide dich für einen ETF, der in den letzten Jahren im Vergleich zu ETFs auf den gleichen Index eine überdurchschnittliche Performance gebracht hat
  3. ) Nehme bevorzugt einen ETF, der bei deinem Broker wenig oder gar keine Gebühren kostet

Für deine Recherchen kannst du Fondsplattformen wie justETF oder extraETF verwenden.

Du willst tiefer einsteigen? Dann komm auf mein ETF-Seminar

Die Ausführungen auf dieser Seite sind nur eine kurze Einführung.
Letztendlich ist es gar nicht so schwer, sich für einen ETF oder eine Kombination aus mehreren ETFs zu entscheiden.
Trotzdem weiß ich, dass gerade unerfahrene Anleger sich scheuen, das Thema ETF-Sparplan anzupacken, ohne etwas tiefer in die Thematik einzusteigen.

Genau dafür gibt es mein ETF-Seminar.
An einem Tag bringe ich dir persönlich alles bei, was du zum Thema ETFs wissen musst.
Am Ende des Seminars stellst du deinen persönlichen ETF-Sparplan mit den für dich besten ETFs zusammen.
Auf Wunsch richtest du ihn sogar noch während des Seminars bei deinem Broker ein.

Arbeitest du lieber in Ruhe von zu Hause aus, gibt es auch eine Onlineversion.

Hier erfährst du alles über mein ETF-Seminar

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